Wie soll man das BGE interpretieren

Am 5.Juni darf die Schweiz wieder einmal abstimmen. In diesem Beitrag möchte ich mich nur mit dem BGE beschäftigen. Es klingt zu schön um wahr zu sein; jeder Erwachsene soll 2500.- und jedes Kind 625.- pro Monat von Staat bekommen. Einfach so, ohne irgend etwas dafür zu erbringen. Ist es nun Utopie oder Grössenwahn ? Ich weiss es nicht, aber je mehr ich mich damit beschäftige umso positiver denke ich darüber.

Nicht das ihr mich jetzt falsch versteht; ich geh gerne arbeiten und habe auch nicht vor wegen dem „bedingungslosen Grundeinkommen“ zu kündigen, aber sehr viele arbeiten heutzutage in einem Job nur des Geldes wegen. Da wird die eigentliche Berufung in den Hintergrund gestellt.

Eine Alternative zur AHV und Sozialkassen.

Die Sozialausgaben steigen jedes Jahr um ein Vielfaches an. Die Vorsorgeeinrichtungen bringen weniger Rendite oder fahren Verluste ein. Es ist für mich absehbar, dass ich als Rentner weniger Rente bekommen werde als mein Vater, obwohl ich mehr einbezahlt habe. Der Grund liegt an den weniger Jungen die solidarisch für die Alten bezahlen. Immer weniger Paare wollen oder haben Kinder und wenn doch reicht den meisten 1 Kind. Fazit; Die AHV wird von immer weniger Leuten gespiesen ! Mit dem BGE würde der Rentner einen anständigen Batzen bekommen, der ihm noch ein würdiges Leben ermöglicht. Ebenso wäre mit dem BGE die enormen Ausgaben der Sozialhilfe passé. Mann darf auch nicht vergessen, dass hinter beiden ein riesiger Verwaltungsaufwand steckt, der auch viel Geld verschlingt. Meiner Meinung nach wird das BGE anstelle von Altersvorsorge UND Sozialhilfe enorme Kosten senken.

Arbeit und Pensen werden reduziert um eine bessere Work-Life-Balance zu bekommen.

Wer kennt das nicht; du arbeitest den ganzen Tag und kommst von der harten körperlichen Arbeit gestresst nach Hause. Dort wartet die Frau, welche auch ein 50% Pensum hat und die Kinder auf dich und wollen das du mit ihnen spielst und der Frau noch etwas zur Hand gehst. Auf die Dauer gesehen bist du der perfekte Kandidat für einen Burnout. Viele möchten gerne ihre Pensen reduzieren um mehr Zeit mit der Familie zu haben, aber das geht fast nur in Kaderstellen mit gutem Lohn oder mit einer finanziellen Einbusse. Bei vielen würde dies zu Existenzängsten führen. Mit einem BGE würde sich jeder die Arbeit aussuchen die er gerne macht und nicht nur die, die am meisten Geld einbringt. Auch würde es vermehrt Leute geben die sich Ehrenamtlich einsetzen würden. Denn seien wir doch mal ehrlich; nichts zu tun ist auf die Dauer langweilig. Das weiss jeder der schon einmal länger als 6 Monate Arbeitslos war. Du brauchst einen Tagesablauf.

Die Gegner sagen immer es ist nicht finanzierbar. Das kommt mir bekannt vor. War das nicht auch so bei der AHV ? Es gibt viele Wege zum finanzieren. Angefangen von einer Erhöhung der MwSt. über einen Solidaritätsprozent bis hin zu einer Mikrosteuer auf Transaktionen. Auch Steueranpassungen sehe ich dann locker. Es wäre ein wichtiger Schritt in Sachen Lebensqualität und darum würde ich das BGE annehmen.

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